Stiftung Frauenwinkel

Der «Frauenwinkel» ist ein Naturjuwel


Stiftung Frauenwinkel
Wilenstrasse 133
8832 Wilen

Tel 043 844 49 51
Mobil   079 664 34 31
res.knobel@frauenwinkel.ch

Der Frauenwinkel ist eine eindrückliche Ried- und Seeufermoorlandschaft. Seine Moore sind grossflächig und bestehen aus einem vielfältigen Mosaik verschiedenster Pflanzengesellschaften, welche die Abfolge der Verlandungsphasen am Seeufer aufzeigen. Nahezu alle Flachmoortypen der Schweiz sind hier zu finden.

Ein beträchtlicher Anteil der Streuewiesen wird regelmässig gemäht. Im nördlichsten Teil des Üsser Sack bilden die Rieder mit markanten Birken und Föhren ein parkartiges, kleinräumiges Gebiet, während die Obrigen Streuewiesen nur wenige Büsche und Bäume aufweisen und durch ihre Weite beeindrucken.

Dem buchtenreichen Seeufer entlang zieht sich ein Gürtel von Schilfröhrichten, welcher das Landschaftsbild stark prägt. In der ausgedehnten Flachwasserzone in der Seebucht wachsen Schilfbestände und Seebinsenhorste in Form von unzähligen lnselchen. Dieses weitgehend störungsfreie und nahrungsreiche Gebiet ist als Lebensraum für Wasservögel besonders bedeutungsvoll. Es wird von den beiden Inseln Ufenau und Lützelau abgeschlossen, von denen insbesondere die Ufenau mit ihren kulturgeschichtlichen Baudenkmälern bekannt ist.

Im Frauenwinkel wurden mindestens sieben Vogelarten, im angrenzenden Zürichsee drei Fischarten der Roten Listen nachgewiesen, die für ihr Überleben auf Moorlandschaften angewiesen sind. Ebenso beheimatet im Frauenwinkel sind gefährdete Tagfalter, wie die Riedspezialisten Grosser Moorbläuling und Skabiosenscheckenfalter.

Die Abfolge der Verlandungsgesellschaften von den schilfbestandenen Inseln über Flachwasserzonen bis zu den Kleinseggenriedern und Pfeifengraswiesen ist in der Schweiz wohl einzigartig und trägt zum Wert der Moorlandschaft bei. Sie bildet ein Brut-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiet von nationaler Bedeutung für Wasservögel.

Die Moorlandschaft birgt auch einige botanische Besonderheiten wie die grossen Bestände der seltenen Gedrängtährigen Segge (Carex paradoxa), kleine Zwischen- und Hochmoorbildungen sowie Pfeifengraswiesen mit vielen Sibirischen Schwertlilien.

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